IBS Newsletter vom 31.01.2019

Tipps und Informationen Nr. 1 / 2019

Aus Hochschulen und Studentenwerken

TU Chemnitz: Konkrete Schritte auf dem Weg zur inklusiven Hochschule

Ende 2017 wurde an der TU Chemnitz der Aktionsplan "Die TU Chemnitz auf dem Weg zur inklusiven Hochschule" beschlossen. Der Beitrag informiert über aktuelle Maßnahmen zur Umsetzung des Aktionsplans. Zu diesen gehören u.a. eine Befragung zum Thema "Studium mit Beeinträchtigung", die Ausstattung des Kreativzentrums der TU mit einem Lift und eine Video-Kampagne.

Regensburger Hochschultag

Die Universität Regensburg veranstaltet am 15. Februar 2019 zusammen mit der Ostbayerischen Technischen Hochschule und der Hochschule für Katholische Kirchenmusik & Musikpädagogik den Regensburger Hochschultag. In diesem Rahmen wird es auch ein ganztägiges Informationsangebot zum Thema "Studieren mit Beeinträchtigung" geben. Die Hochschulen und das Studentenwerk Niederbayern/Oberpfalz beraten zu allen Frage - sei es zu Studienwahl, Bewerbung und Nachteilsausgleichen oder zu Wohnen und Finanzierung.

Studentenwerk München: Damit Studieren mit Handicap gelingt

2010 verständigten sich alle deutschen Studentenwerke unter dem Motto "Eine Hochschule für Alle" auf Vorgehensweisen zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Der Artikel berichtet darüber, wie im Studentenwerk München die Belange Studierender mit Beeinträchtigungen berücksichtigt werden - ob es um das studentische Wohnen, das Essen in der Mensa oder um den BAföG-Antrag geht. 

Aus den Bundesländern

NRW: Entwurf für neues Hochschulgesetzes

Am 18.12.2018 hat die Landeskabinett den Entwurf eines neuen Hochschulgesetzes beschlossen. Der Entwurf sieht u.a. eine Stärkung der Beauftragten für Studierende mit Behinderungen vor. Die Hochschulen werden verpflichtet, den Geschäftsbedarf der Beauftragten künftig auf Antrag zu übernehmen. Das Land finanziert künftig die Vernetzung der Beauftragten in der Landesarbeitsgemeinschaft Behinderung und Studium (LAG SB). Nun muss der Landtag den Entwurf beraten.

NRW: Antrag "Studienerfolg einer vielfältigen Studierendenschaft sichern"

In ihrem Antrag fordert die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen die Landesregierung auf, die Hochschulen stärker zu unterstützen, der Vielfalt ihrer Studierenden gerecht zu werden. So fordert die Fraktion u.a., die Beratungsangebote an Hochschulen für Studierende mit Beeinträchtigungen auszubauen und den Hochschulen zusätzliche Investitionsmittel zur Verfügung zu stellen, um Barrieren abzubauen und Barrierefreiheit zu sichern. Die Arbeitsgemeinschaft Studierendenwerke NRW macht in ihrer Stellungnahme deutlich, dass es darüberhinausgehenden Handlungsbedarf gibt. Sie fordert z.B. die Bindung der Inanspruchnahme von Fördermitteln im Bereich der Digitalisierung der Hochschulbildung an die Sicherstellung der Barrierefreiheit der geplanten Angebote.

Sachsen: Expert*innenpool

Die Koordinierungsstelle zur Förderung der Chancengleichheit an sächsischen Universitäten und Hochschulen bietet auf Ihren Internetseiten eine Datenbank, die die Suche nach kompetenten Expert*innen, Coaches und Trainer*innen für Vorträge, Seminare und Workshops erleichtern soll. Aufgelistet sind auch Expert*innen zu den Themen Chancengleichheit, Gleichstellung & Inklusion.

Aus Politik und Verwaltung

BMBF: Förderung studentischer Initiativen

Das BMBF hat seine Richtlinie zur

Publikationen

Schwerhörig studieren

Christina Petow befragte in ihrer Bachelorarbeit schwerhörige Studierende an Berliner Hochschulen. Die Ergebnisse geben einen Einblick in den Studienalltag von Studierenden mit einer Hörschädigung und machen deutlich, mit welchen äußeren und inneren Herausforderungen die Studierenden konfrontiert sind und auf welche Ressourcen sie zurückgreifen.

  • Petow, Christina: Schwerhörige, lautsprachorientierte Studierende: Welche Herausforderungen erleben sie und auf welche Ressourcen greifen sie zurück? In: Das Zeichen 32:110 (2018). S. 452–463

Studie "Chancengleichheit und Hochschule"

Im Rahmen einer internationalen Studie untersucht Susanne Peschke die Situation Studierender mit Behinderung an Hochschulen. Mittels Fragebögen und Interviews analysierte sie in fünf Ländern aus Europa, Asien und Nordamerika die verschiedenen Wege zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention im Hochschulbereich.

Zeitschrift Beratung und Studium

In drei Beiträgen beleuchtet die Zeitschrift für Beratung und Studium Fragen eines Studiums mit Beeinträchtigung. Dr. Anna Rapp, Geschäftsführerin Prüfungsamt I der Westfälischen Universität Münster, fragt "Chancengleichheit per Nachteilsausgleich - aber wie?", Dr. Christoph Knödler, Professor für Recht in der Sozialen Arbeit an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg, macht "Rechtliche Anmerkungen zur Berücksichtigung von Legasthenie in Prüfungen" und Dr. Rainer Weber und Dr. Christoph Stosch, vom Universitätsklinikum bzw. von der Medizinischen Fakultät der Universität Köln, äußern sich zu "Studieren mit psychischen Erkrankungen und Belastungen".

Stipendien und Praktika

Mach Dein Ding! Stipendium für junge Menschen mit chronischen Erkrankungen

Die Aktion Luftsprung schreibt ihr Stipendium "luftsprung campus" aus. Um ein Stipendium für 2019/20 können sich junge Menschen mit chronischen Erkrankungen wie z.B. Mukoviszidose, Rheuma, chronische Darmerkrankungen, MS oder ähnlich verlaufenden Erkrankungen bewerben. Das Stipendium unterstützt erfolgreiche BewerberInnen für ein Jahr im Studium oder in der Berufsausbildung mit monatlich bis zu 500 Euro. Bewerbungsfrist ist der 15. April 2019.

Verschiedenes

Auslandsstudium in Calgery - ein Erfahrungsbericht

Auf den Seiten des Studentenwerks Oldenburg findet sich der Bericht eines mobilitätsbeeinträchtigten Studierenden über sein Auslandssemester in Calgery.

Unterwegs mit dem Fotobus

Der Fotobus ist ein kulturelles und soziales Angebot für alle Studierende der Fotografie. Mit dem Fotobus – einem mittelgroßen Reisebus mit 35 Sitzplätzen – werden kostenlose Exkursionen und Forschungsreisen zu regionalen, nationalen und internationalen Zielen angeboten. Falls es mehr Anmeldungen für eine Exkursion als freie Plätze im Fotobus geben sollte entscheidet ein dreiköpfiges Gremium über die Vergabe der Plätze. Bei der Auswahl der Exkursionsteilnehmer werden u.a. Studierende mit einer Behinderung bevorzugt.

Studium und Behinderung in den Medien

duz-Themenschwerpunkt: beeinträchtigt studieren

Was tun Hochschulen für Studierende mit Beeinträchtigungen? Dieser Frage geht die duz in mehreren Beiträgen nach. Im Nachgang zur Veröffentlichung der Ergebnisse der Datenerhebung "beeinträchtigt studieren - best2" schaute sich die Autorin in verschiedenen Hochschulen um. U.a. interviewte sie Barbara Welzel, die Prorektorin für Diversity Management der TU Dortmund, erkundigte sich an der TU Dresden nach deren Angebot für blinde und sehbehinderte Studierende und fragte bei den Mitarbeiter_innen des Servicezentrums Behinderung und Studium der Uni Köln nach.

Nordwest Zeitung: Nachteilsausgleich hilft auch im Beruf

Wiebke Hendeß ist Beraterin für Studierende mit Behinderungen und chronischer Krankheit im Studentenwerk Oldenburg. Im Interview ermuntert sie die Studierenden zur Inanspruchnahme von Nachteilsausgleichen, berichtet von den Angeboten der Universität und des Studentenwerk für diese Studierenden und bennent noch bestehende Lücken.

Immer mehr Studierende suchen psychologische Hilfe

Für die Süddeutsche Zeitung wächst der Druck auf Studierende. Gründe gäbe es viele. Z.B. seien die Studiengänge heute verschulten und damit strikter, es gäbe mehr Vorgaben und wenig Spielraum. Hilfe fänden die Studierenden bei der psychologischen Beratungsstelle des Münchner Studentenwerks.

Termine

Podiumsgespräch "Inklusion - Digitalisierung - Bildung"

Termin: 13. Februar 2019, 16.30 - 18.00 Uhr
Ort: Berlin
Veranstalter: Zentrum für Inklusionsforschung Berlin
Zielgruppe: Interessierte

Welche Herausforderungen und Chancen bieten die zunehmende Digitalisierung für Inklusion in der Bildung. Auf der Basis von Impulsvorträgen diskutieren Vertreter_innen der FernUniversität Hagen, der Stiftung wannseeForum sowie der "Sozialhelden". 

Seminar: Psychische Erkrankungen bei Studierenden - wie erkenne ich sie und wie gehe ich damit um?

Termin: 15. Februar 2019
Ort: Würzburg
Veranstalter: Kontakt- und Informationsstelle für Studierende mit Behinderung und chronischer Erkrankung (KIS) der Universität Würzburg
Zielgruppe: alle Interessierten

Das Seminar vermittelt Grundkenntnisse über psychische Erkrankungen, ihre Hintergründe und Erscheinungsformen. Ziel ist, Lehrende und Beschäftigte zu sensibilisieren und Unsicherheiten im Umgang mit psychischen Erkrankungen abzubauen. Anmeldungen an [email protected]. Anmeldeschluss: 8. Februar 2018. 

31.01.2019