Hochschulgastronomie

Studentenwerk SH führt Fleisch aus artgerechter Tierhaltung ein

Die Currywurst, die ab heute die bisherige konventionelle Wurst in den Cafeterien des Studentenwerks dauerhaft ablöst, wird aus Fleisch vom Lübchiner Strohschwein zubereitet. Dieses stammt von einem familiengeführten Hof in Mecklenburg-Vorpommern nahe der Ostseeküste. Die Tiere haben dort unter anderem 40 Prozent mehr Platz im Stall, als der Gesetzgeber vorschreibt. Zudem leben Mastschweine und Aufzuchtferkel unter einem Dach und es finden keine Kastrationen statt.

„Die Currywurst ist unser Topseller. Wir verkaufen allein in den Cafeterien fast 100.000 Stück pro Jahr“, berichtet die Leiterin der Cafeterien, Meike Gallert. „Umso gespannter sind wir, wie die neue Wurst, die extra für uns hergestellt wird und im Verkauf nur 20 Cent mehr kostet, bei den Studierenden ankommt.“ Die Umstellung sei ein Wagnis, das das Studentenwerk zum Wohle der Tiere gerne eingehe.

In den Mensen steht am Mittwoch, dem 19. Juni, zum ersten Mal Fleisch aus artgerechter Tierhaltung auf dem Speiseplan: In Kiel, Lübeck und Heide dürfen sich die Gäste auf Barbecue Spareribs mit Kartoffelspalten und Sour Cream freuen. In Flensburg wird Currywurst mit karamellisierten Balsamicozwiebeln und Gitterkartoffeln serviert. Künftig wird es mindestens einmal pro Woche ein Gericht mit Fleisch aus artgerechter Tierhaltung geben. Der Preisunterschied gegenüber Gerichten mit konventionellem Fleisch liegt in der Regel unter einem Euro und hängt von der Fleischsorte ab.

Das angebotene Geflügel, Schweine-, Rind- und Lammfleisch, das aktuell über Neuland, Klingenhoff  oder Transgourmet bezogen wird, kennzeichnet das Studentenwerk mit einem extra hierfür entwickelten Logo.

Die norddeutschen Betriebe, bei denen das Studentenwerk einkauft, achten mit großer Sorgfalt auf das Tierwohl. Unter anderem verfügen die Ställe neben mehr Platz über Tageslicht und natürliche Einstreumaterialien, wie zum Beispiel Stroh oder Holzspäne. Zudem werden ausschließlich gentechnikfreie Futtermittel verwendet, die weitestgehend aus der Region stammen. Auf eine vorbeugende Antibiotikagabe wird verzichtet. Die Transportwege zum Schlachthof sind möglichst kurz.

19.06.2019