Hochschulpolitik

Mehr Studienberechtigte - mehr Kapazitäten für Wohnheime und Mensen

 
Berlin, 9. Februar 2011. Parallel zu den Studierendenzahlen klettert auch die Zahl der Studienberechtigten auf Rekordhöhe. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, haben im Jahr 2010 rund 456.000 Schülerinnen und Schüler die Hochschul- oder Fachhochschulreife erworben, 1,6% mehr als 2009. Das Deutsche Studentenwerk (DSW) freut sich über diese Entwicklung, sorgt sich aber darum, ob für die künftigen Studierenden genügend Plätze in den Wohnheimen und Mensen bereitstehen.
 
„Der Druck aufs deutsche Hochschulsystem wächst“, kommentiert DSW-Generalsekretär die Zahlen des Statistischen Bundesamts. „Nachdem es einige Jahre eine deutliche Differenz zwischen den Schulabsolventen mit Hochschulzugangsberechtigung und den tatsächlich Studierenden gab, nähern sich die beiden Kurven nun stark an.“
 
Meyer auf der Heyde: „Wenn diese Entwicklung anhält und auch die Studierendenzahl wie erwartet stark steigt, muss auch die soziale Infrastruktur des Studiums mitwachsen. Wir brauchen nicht nur mehr Studienplätze, wir brauchen auch mehr Kapazitäten in den Wohnheimen und Mensen der Studentenwerke, und wir brauchen mehr Kapazitäten für die studienbegleitende Beratung.“
 
Der DSW-Generalsekretär wiederholt die Forderung an Bund und Länder, bei ihren gemeinsamen Hochschulpakten flankierend auch in die soziale Infrastruktur des Studiums zu investieren. „Die Politik muss endlich handeln“, so Meyer auf der Heyde.
 
Meyer auf der Heyde begründet die Forderung nach mehr Unterstützung für die Studentenwerke auch mit Erkenntnissen aus der jüngsten DSW-Sozialerhebung. Nach der Studie wohnen Bachelor-Studierende häufiger bei ihren Eltern oder im Wohnheim ihres Studentenwerks als Studierende in den alten Studiengängen. Bachelor-Studierende nutzen häufiger die Mensa, das BAföG spielt bei ihren Einnahmen eine größere Rolle, und ihr Beratungsbedarf ist höher, vor allem zum Thema Studienfinanzierung. 
09.02.2011