Wohnraum für Studierende

Ländervergleich: Licht und Schatten beim Wohnheimbau

 
Bayreuth/Berlin, 11. Mai 2011. Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Thüringen schaffen derzeit nach Ansicht des Deutschen Studentenwerks (DSW) die meisten zusätzlichen Wohnheimplätze für Studierende. Das teilte DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde heute in Bayreuth zum Auftakt einer Tagung mit. Er nannte Bayern, das Studentenwohnheime mit bis zu 25.000 Euro pro Platz fördert, ein „leuchtendes Beispiel“ für die anderen Länder.
 
„Beim Wohnheimbau für Studierende gibt es, wenn man die Länder vergleicht, Licht und Schatten, aktive und leider weniger aktive Länder“, sagte Meyer auf der Heyde. In Bayern seien derzeit rund 4.000 Plätze im Bau oder kürzlich gebaut worden, in Baden-Württemberg würden 3.000 Plätze entstehen, in Hessen plane das Studentenwerk Darmstadt allein schon 700 zusätzliche Plätze. Auch Thüringen habe signalisiert, das dortige Studentenwerk beim Bau neuer Studentenwohnheime zu unterstützen.
 
Insgesamt, so Meyer auf der Heyde, seien bundesweit jedoch mindestens 25.000 zusätzliche Wohnheimplätze erforderlich. „Auf Deutschlands Hochschulen kommen so viele Studierende zu wie noch nie in der Geschichte. Wir sind es diesen jungen Menschen schuldig, dass sie auch vernünftig unterkommen“, sagte Meyer auf der Heyde.
 
Er appellierte in Bayreuth an die noch zögerlichen Bundesländer, ihrer sozialen Verantwortung für die Studierenden nachzukommen und die Studentenwerke beim Bau neuer Studentenwohnheime zu unterstützen. „Am besten wäre eine direkte Wohnheimförderung, wie sie Bayern und Baden-Württemberg betreiben.“
11.05.2011