Studieren mit Beeinträchtigung

Hessischen Studenten- und Studierendenwerke: Gemeinsamer Aktionsplan Inklusion

Männer und Frauen mit Broschüre Menschen mit Behinderungen sollen ohne Diskriminierung und gleichberechtigt mit anderen Zugang zu allgemeiner Hochschulbildung und lebenslangem Lernen haben. Darauf verpflichtet die UN-Behindertenrechtskonvention bereits seit 2008 die Vertragsstaaten. Die hessischen Studenten- und Studierendenwerke haben als erste Länderarbeitsgemeinschaft einen „Aktionsplan Inklusion“ erarbeitet, um die UN-Behindertenrechtskonvention in konkretes Handeln umzuwandeln.

An den Hochschulen und damit auch im Wirkungsfeld der Studenten- und Studierendenwerke besteht nach wie vor Handlungsbedarf: So haben ca. 11% der rund 2,8 Mio. Studierenden in Deutschland eine studienerschwerende Beeinträchtigung. Der Aktionsplan sieht deshalb insgesamt zehn Handlungsfelder vor, denen konkrete Ziele zugeordnet werden.

So gehört unter anderem zu den erklärten Zielen, an der Bewusstseinsbildung für die Belange von Studierenden mit Behinderung mitzuwirken und alle Beschäftigen der Studentenwerke für das Thema Inklusion zu sensibilisieren. Auch der Ausbau einer barrierefreien Infrastruktur und von barrierefreiem Wohnraum, das Angebot einer barrierefreien Kommunikation und barrierefreier Beratungsangebote sowie die Berücksichtigung von besonderen Ernährungsbedürfnissen im Speisenangebot werden hier ausdrücklich festgelegt.

Wichtig außerdem: Ein Mitwirken beim Nachteilsausgleich zur Studienfinanzierung, denn die Finanzierung eines Studiums stellt in vielen Fällen eine der größten Herausforderungen für Studierende dar. Studierende mit Behinderungen und chronischen Krankheiten haben neben den üblichen Fragen zur Studienfinanzierung sehr häufig noch zusätzliche Finanzierungsfragen zu klären.

22.01.2020