DSW-Journal

„Die asiatische Herausforderung“

 
Berlin, 21. März 2011. „It’s the Education, Stupid!“ Für Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks (DSW), ist das die Maxime asiatischer Länder wie China, Indien oder Südkorea. Sie rüsten ihre Hochschulen für den globalen Hochschulmarkt, wollen mit den renommiertesten Universitäten der Welt mithalten – und Deutschland ist ein überaus gefragter Partner.
 
Das DSW-Journal, das Magazin des Deutschen Studentenwerks, analysiert unter dem Titel „Die asiatische Herausforderung“ den boomenden deutsch-asiatischen Wissenschaftsaustausch. Die neue Ausgabe erscheint heute.
 
1.600 deutsch-asiatische Hochschulkooperationen zählt das Auswärtige Amt, dazu etwa 50.000 Studierende aus Asien an Deutschlands Hochschulen. Diese Zahlen nennt Cornelia Pieper, Staatsministerin im Auswärtigen Amt, im neuen DSW-Journal.
 
Der wichtigste asiatische Kooperationspartner für deutsche Hochschulen ist China, schreibt die Autorin Elisabeth Grenzebach. „Der Wunsch des chinesischen Bildungsministeriums: von jedem Land das Beste lernen. Im Falle Deutschlands sind das die Ingenieurwissenschaften“, so Grenzebach. Der Elitegedanke präge die Universitäten Asiens, weiß die Expertin. „Mit den Vorzeigeuniversitäten wie Harvard oder Yale möchte man es aufnehmen“, schreibt sie.
 
Von der Wirklichkeit hinter solchen Zielen berichten im DSW-Journal deutsche Studenten von der Technischen Universität München; sie haben ein Semester an einer asiatischen Parterner-Universität studiert. Raphael Haase, Informatik-Student, berichtet aus Hongkong: „Professoren aus China setzen ausschließlich auf das Memorieren möglichst vieler Fakten.“ Sein Kommilitone Tobias Böttger, angehender Mathematiker, war im indischen Mumbai. Er berichtet, Stromausfälle, Internetprobleme und streunende Hunde im Fakultätsgebäude gebe es dort regelmäßig.
 
Die deutschen Studentenwerke vermitteln zwischen den Kulturen. In den Wohnheimen der Studentenwerke organisieren mehr als 600 studentische Wohnheimtutoren den interkulturellen Dialog. Das Studentenwerk Freiburg entwickelt gerade zusammen mit deutschen und chinesischen Studierenden ein Computerspiel für Chinesinnen und Chinesen, die in Freiburg studieren wollen. Das Studentenwerk München kooperiert mit der Tongji-Universität in Shanghai. Fünf Köche des Studentenwerks flogen vergangenes Jahr nach Shanghai und beglückten dort die Studierenden mit bayerischen Schmankerln.
 

Weitere Themen im neuen DSW-Journal:

  • Brückenbauer: Acht chinesische Absolventen hospitieren an deutschen Studentenwerken und Hochschulen
  • „Das deutsche Hochschulsystem hat einen guten Ruf in China“: Hongbo Wu, Chinas Botschafter in Deutschland, im Gespräch
  • Studierenden-Ansturm? Gerne! Präsident Wolfgang A. Herrmann schreibt, wie sich die TU München vorbereitet hat
  • Schöne Bilder von „Studentenbuden“, ein Fotowettbewerb des Studentenwerks Braunschweig
  • „Endlich wird Deutschland ein Antidiskriminierungsland“: Die Aktivistin Theresia Degener im Porträt
21.03.2011