Bezahlbar und zentral: Studierende in Schweinfurt erhalten ein neues Zuhause




108 Schweinfurter Studierende erhalten mit der neuen studentischen Wohnanlage ein Dach über dem Kopf. Darüber freute sich zum Anlass der feierlichen Einweihung auch Landeswissenschaftsminister Bernd Sibler: „Zentrales und vor allem bezahlbares Wohnen sind eine entscheidende Voraussetzung für ein erfolgreiches Studium", sagte er. "Mit dem neuen Studentenwohnheim verbessern wir die Rahmenbedingungen für ein Studium an der HAW Würzburg-Schweinfurt spürbar. Der Hochschulstandort wird damit noch attraktiver.“

Für die Anlage wurde ein ehemaliges Kasernengebäude der aufgelösten United States Army Garrison Schweinfurt umfassend umgebaut. Das Ergebnis sind moderne und ansprechend ausgestattete Einzelappartements und Räume für Wohngemeinschaften. Zusätzlich stehen den Studentinnen und Studenten ein Gemeinschafts- sowie ein Fitnessraum zur Verfügung.

„Die konstruktive Zusammenarbeit der Beteiligten vor Ort hat diese kluge Umnutzung eines bestehenden Gebäudes ermöglicht. Von dieser Investition profitiert die gesamte Region“, so der Wissenschaftsminister. Neben der Wohnanlage Niederwerrner Straße unterhält das Studentenwerk Würzburg in Schweinfurt ein weiteres Wohnheim mit ebenfalls 108 Plätzen in der Florian-Geyer-Straße.

Weitere Wohnheimplätze im gesamten Freistaat stehen laut Minister Sibler auf der Agenda der Staatsregierung. Knapp 3.000 öffentlich geförderte Plätze werden derzeit gebaut, weitere rund 1.500 sind in der Planungsphase. Sibler: „Studentenwerke, Hochschulen, Freistaat und Kommunen stehen in der gemeinsamen Verantwortung, kreative Wege zu gehen, um die studentische Wohnungssituation weiter zu optimieren“.




Dafür setzt sich auch Michael Ullrich, Geschäftsführer des Studentenwerks Würzburg, ein. Und setzt dabei eigene Akzente: „Im Zuge des weiteren Ausbaus des i-Campus werden wir, die Hochschule, die Stadt Schweinfurt und das Studentenwerk Würzburg, uns deshalb gemeinsam stärker damit beschäftigen müssen, den Studierenden auch außerhalb der Hochschule Freizeit- und Kulturangebote zu bieten und Informations- und Betreuungskapazitäten auszubauen“, so Michael Ullrich. Die Situation stelle eine interessante, aber auch anspruchsvolle Integrations- und Eingewöhnungsaufgabe für die Betreiber dar.

So unterstrich Ullrich, wie wichtig finanzielle Unterstützungen im Bereich der Sozial- und Rechtsberatung sowie in der Psychotherapeutischen Beratung seien. „Bisher erhalten wir im Gegensatz zu den Hochschulen dafür keinerlei Fördermittel“, appellierte er an den anwesenden Bayerischen Staatsminister Bernd Sibler. Als ersten Schritt in die richtige Richtung schlug Ullrich daher vor, dass die Betriebskosten der Mensen künftig nicht zu Lasten der Studentenwerke gehen, sondern von den Hochschulen übernommen werden sollten. Dies würde die Studentenwerke entlasten und dabei unterstützen, auch weitere Studentenwohnheime zu bauen und die dringend notwendigen Betreuungs- und Beratungskapazitäten auszubauen, ohne noch stärker die Studierenden durch hohe Grundbeiträge zu belasten.

13.05.2019