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Studentisches Wohnen

Kampagne "Kopf braucht Dach"

Seit dem 19. September 2018 läuft die zweite Phase der Kampagne "Kopf braucht Dach" mit der sich das Deutsche Studentenwerk gemeinsam mit den Studenten- und Studierendenwerken dafür wirbt, bezahlbaren Wohnraum für Studierende in Deutschland zu schaffen und zu erhalten. Auf einer eignen Kampagnenwebseite, werden dafür Stimmen gesammelt.

Mit ihrer Kampagne „Kopf braucht Dach“ fordert das Deutsche Studentenwerk gemeinsam mit den Studenten- und Studierendenwerke mehr staatliche Unterstützung beim Neubau und der Sanierung von Studierendenwohnheimen

Werbe-Banner Um der Politik die Dringlichkeit der Wohnungsnot klar zu machen werden auf der Kampagnenwebseite Stimmen gesammelt, die das Vorhaben unterstützen. Insbesondere die Studierenden werden eingeladen, auf der Kampagnen-Website online ihre Stimme für mehr bezahlbaren Wohnraum abzugeben. Dafür wirbt die Kampagne online mit einem Kampagnenvideo und Web-Bannern und offline mit Plakaten, Tischaufstellern und klassischer Pressearbeit.

 

INTERVIEW:

Fünf Fragen zur Kampagne "Kopf braucht Dach" an Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks

Ein Mann vor einem Bücherregal mit einem Schild in der Hand.Herr Meyer auf der Heyde, Sie fahren gemeinsam mit Ihren Mitgliedern, den Studenten- und Studierendenwerken, die Kampagne „Kopf braucht Dach“. Wozu?

Achim Meyer auf der Heyde: „Wir fordern von Bund, Ländern und Kommunen, uns bei der Schaffung und beim Erhalt von bezahlbarem Wohnraum für Studierende stärker zu unterstützen. Die Wohnsituation gerade jetzt zum Beginn des Wintersemesters 2018/2019 ist für die Studierenden in vielen Hochschulstädten miserabel, und das auch schon seit vielen Jahren. Es kann nicht sein, dass sich die Lage mit jedem Wintersemester noch weiter zuspitzt. Wir finden, die Politik muss handeln, insbesondere auch der Bund.“

Was fordern Sie denn konkret?

Meyer auf der Heyde: „Gemeinsam mit allen Studenten- und Studierendenwerken fordern wir einen Bund-Länder-Hochschulsozialpakt, zusätzlich zu den Bund-Länder-Hochschulpakten. Schauen Sie: Seit dem Jahr 2008 nahm die Zahl der öffentlich geförderten Studienplätze um 45 % zu, während die Zahl der öffentlich geförderten Wohnheimplätze nur um knapp 8 % stieg. Diese Schere darf nicht noch weiter auseinandergehen! Wenn Bund und Länder gemeinsam die Studienplätz-Kapazitäten ausbauen, müssen sie auch gemeinsam mehr Dächer für Studierende bereitstellen. Aber auch die Kommunen können die Studenten- und Studierendenwerke unterstützen, etwa mit Grundstücksüberlassung oder Erbbaurechten.

Im Koalitionsvertrag der Bundesregierung ist vereinbart, dass der Bund auch wieder den Bau von Wohnheimplätzen für Studierende fördern will. Das begrüßen wir sehr, nur muss die Bundesregierung langsam Nägel mit Köpfen machen und rasch klären, über welches Ministerium die Förderung organisiert wird. Hier erwarten wir uns vom Wohnungsgipfel der Bundesregierung ein deutliches Signal.“

Und die Studierenden selbst?

„Die laden wir mit unserer Kampagne ‚Kopf braucht Dach‘ ein, sich für ihre ureigenen Interessen einzusetzen und für bezahlbaren Wohnraum zu stimmen, und zwar online auf der Website der Kampagne, www.mein-studentenwohnheim.de

Zu wenig bezahlbarer Wohnraum ist ja kein alleiniges Problem von Studierenden…

„Richtig. Die Studierenden, für deren soziale Interessen wir uns einsetzen, sind eine von vielen Bevölkerungsgruppen, die händeringend preisgünstigen Wohnraum suchen. Sie stehen in Konkurrenz etwa mit Geringverdienenden, jungen Familien, aber auch älteren Menschen. Hier hilft jeder neugeschaffene oder sanierte Wohnheimplatz, er entlastet die städtischen Wohnungsmärkte.“

Ist es Zufall, dass Sie Ihre Forderungen just vor dem „Wohngipfel“ der Bundesregierung artikulieren?

„Nein, kein Zufall. Wir wollen auf die schwierige Wohnsituation der Studierenden aufmerksam machen, und da tut uns die Bundesregierung vielmehr den Gefallen, ihren Gipfel fast zum Beginn des Wintersemesters 2018/2018 zu legen. Aber nochmal: Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, und dafür brauchen wir eine gesamtstaatliche Lösung, auch für die Studierenden.“

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