Digitalisierung

Für eine zukunftsfähige digitale Infrastruktur in den Studentenwerken!

Beschluss der 76. ordentlichen Mitgliederversammlung des Deutschen Studentenwerks (DSW) vom 1./2. Dezember 2015

Für eine zukunftsfähige digitale Infrastruktur in den Studentenwerken!

Die 76. ordentliche Mitgliederversammlung des Deutschen Studentenwerks (DSW) fordert die Bundesländer auf, ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen, damit den Studierenden ein uneingeschränkter Internetzugang bereitgestellt werden kann.

Begründung:

Ein einfacher und kostengünstiger Zugang zum Internet ist eine wesentliche Voraussetzung einer sozial gerechten Informationsgesellschaft. Aus diesem Grund haben die Studierendenwerke in der Vergangenheit die von ihnen betriebenen Studierendenwohnheime und hochschulgastronomischen Einrichtungen, nicht selten in Zusammenarbeit mit den Hochschulen, mit leistungsfähigen Internetverbindungen ausgestattet. Dank vielfältiger Aktivitäten können die Studierenden heute an vielen Standorten auf eine Breitbandversorgung zurückgreifen. Gleichzeitig gibt es jedoch Verbesserungsbedarfe, die nicht zuletzt aus der rasant fortschreitenden Entwicklung im Bereich der Informationstechnologie resultieren. Bereits heute lässt sich schließlich kaum ein Studium ohne online Kurs- und Notenverwaltungssysteme, spezielle Studiensoftware oder Datenbankrecherchen absolvieren. Darüber hinaus zeigen die aktuellen Entwicklungen in der Hochschuldidaktik, zu nennen sind etwa Mobile- und Social-Learning, Massive Open Online Courses oder Cloud Computing, dass digitale Lernformen zukünftig eine noch stärkere Bedeutung bekommen werden. Mit dem Anstieg an Streamingangeboten oder Digitalen Lernräumen wird jedoch auch das von den Studierenden benötigte Datenvolumen weiter erheblich steigen.

Den Studierendenwerken als Träger der öffentlichen Daseinsvorsorge und Bereitsteller sozialer Infrastruktur kommt deshalb an dieser Stelle eine wichtige Rolle zu. Es ist ihre Aufgabe, die Internetversorgung in den Wohnheimen und den hochschulgastronomischen Einrichtungen so weiterzuentwickeln, dass diese nicht nur aktuell, sondern auch zukünftig den Bedürfnissen der Studierenden gerecht werden. Damit das gelingt, streben die Studierendenwerke eine noch stärkere Kooperation mit den Hochschulen an. Da jedoch eine stärkere Nutzung des von den Hochschulen bereitgestellten Deutschen Forschungsnetzes (DFN) mit zusätzlichen Kosten verbunden ist, die weder von den Hochschulen noch von den Studierenden getragen werden können, sind finanzielle Zuschüsse der Länder erforderlich.

01.12.2015