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Wohnen

Notsituationen

Viele Studienanfänger/innen finden zum Beginn des Semesters nur schwer eine bezahlbare Bleibe. Die Studentenwerke unterstützen sie selbst dann, wenn ihre Wohnheime belegt sind – mit Zimmerbörsen, Last-Minute-Zimmern und Notunterkünften.

Studentin mit Rollkoffer steht in der leeren Eingangshalle einer Universität und betrachtet den RaumplanAußerdem initiieren viele Studentenwerke, oft in Kooperation mit Hochschulen und Städten, Werbekampagnen, um private Vermieter/innen zu motivieren, an Studierende zu vermieten. Sie werben zum Beispiel auf Straßenbahnen, auf Brötchentüten, in der Presse und mit anderen Aktionen.

Das Deutsche Studentenwerk kämpft auf struktureller Ebene gegen die Wohnungsnot, damit sich nicht jedes Wintersemester die Notsituation wiederholt. Bund und Länder sind aufgefordert, über die gemeinsamen Hochschulpakte Mittel für die soziale Infrastruktur an den Hochschulen bereit zu stellen.

Während die Zahl der Studierenden in den vergangenen Jahren um fast 25 Prozent auf heute 2,5 Millionen gestiegen ist, nahm die Zahl der staatlich geförderten Wohnheimplätze nur um 3 Prozent zu. Das aktuelle Studierendenhoch wird noch mindestens bis zum Jahr 2020 anhalten. Deshalb muss die Bundesregierung die Länder beim Wohnheimbau für Studierende stärker unterstützen.