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Chancengleichheit

Studieren mit Migrationshintergrund

Der Weg an die Hochschule ist in Deutschland immer noch zu eng gekoppelt an die soziale Herkunft.

Blick in einen vollen Hörsaal. Studierende folgen einem Vortrag.Ob jemand studiert, ob jemand es durch das deutsche Bildungssystem bis an eine Hochschule schafft, hängt ganz entscheidend von der Bildungsherkunft ab.

Dass Kinder mit Migrationshintergrund in höherem Ausmaß von sozialen und finanziellen Risiken betroffen sind sowie aus einem bildungsfernen Elternhaus stammen, bestätigen eine Studie von DZHW/Stiftung Mercator und die 21. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks: viele stammen aus Nichtakademiker-Familien, jede/r Vierte bekommt BAföG und ein Studienabbruch hat vergleichsweise oft finanzielle Gründe. Viele Studierende mit Migrationshintergrund sind klassische Bildungsaufsteiger. Die wirtschaftliche und soziale Förderung durch die Studentenwerke ist elementar.

Die 21. Sozialerhebung zeigt weiterhin: Der überwiegende Teil der Gesamtgruppe Studierende mit Migrationshintergrund hat die deutsche Staatsbürgerschaft oder ist in Deutschland geboren.

20 Prozent der Studierende in Deutschland haben einen Migrationshintergrund, sie werden in die folgenden fünf Untergruppen unterteilt:

23 Prozent der Studierenden in Deutschland haben einen Migrationshintergrund, sie werden in die folgenden fünf Untergruppen unterteilt:

  • 5 Prozent sind (Kinder von) Spätaussiedler(n)
  • 4 Prozent sind Bildungsinländer (ausländische Staatsangehörigkeit mit deutscher Hochschulzugangsberechtigung)
  • 4 Prozent sind deutsche Studierende mit mindestens einem Elternteil mit ausländischer Staatsangehörigkeit
  • 3 Prozent sind Kinder eingebürgerter Eltern
  • 2 Prozent sind eingebürgerte Studierende (ursprüngliche Staatsangehörigkeit zugunsten der deutschen aufgegeben)
  • 2 Prozent haben eine doppelte (deutsch+) Staatsangehörigkeit
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