DruckversionPDF version
Finanzierung der Studentenwerke

Studentenwerke: Staatlicher Finanzierungsanteil stagniert bei weniger als 9%

Der staatliche Finanzierungsanteil der 16 Bundesländer für ihre Studenten- und Studierendenwerke liegt weiterhin bei weniger als 9% ihrer Einnahmen, ist aber von 2015 bis 2016 nicht noch weiter zurückgegangen. Das teilt das Deutsche Studentenwerk (DSW) mit, in welchem die 58 Studenten- und Studierendenwerke zusammengeschlossen sind.

Gemäß der neuen DSW-Publikation „Studentenwerke im Zahlenspiegel 2016/2017“ machen die Zuschüsse oder Finanzhilfen der Bundesländer im Jahr 2017 8,7% der Gesamteinnahmen der Studentenwerke aus – das ist exakt der gleiche Anteil wie im Jahr 2015 zuvor. Anfang der 1990er Jahren trugen die Länder noch rund 25% der Einnahmen der Studentenwerke bei.

„Das ist noch nicht die Trendwende, die wir brauchen, aber immerhin scheint der stete Abwärtstrend der vergangenen Jahre beim staatlichen Finanzierungsanteil zumindest abgebremst“, kommentiert Achim Meyer auf der Heyde, der Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks (DSW), die Zahlen.

„Angesichts der Rekordzahl von Studierenden, angesichts der extrem angespannten Wohnsituation für die Studierenden in vielen Hochschulstädten gilt: Die Studentenwerke benötigen dringend mehr staatliche Unterstützung“, so Meyer auf der Heyde weiter. „Die soziale Infrastruktur, die die Studentenwerke bereitstellen, ist mit dem Anstieg der Studierendenzahl nicht in gleichem Maße mitgewachsen; hier besteht großer Nachholbedarf.“

63% ihrer Gesamteinnahmen von 1,737 Milliarden Euro erwirtschafteten die Studentenwerke im vergangen Jahr selbst,  durch Umsatzerlöse aus ihren Studierenden­wohnheimen und hochschulgastronomischen Einrichtungen. Die Semesterbeiträge der Studierenden machen inzwischen mit 18,2% mehr als das Doppelte der Einnahmen der Studentenwerke aus als die Mittel der 16 Bundesländer.

06.11.2017