DruckversionPDF version
Hochschulpolitik

Studentenwerke fordern Hochschulsozialpakt

Die im Deutschen Studentenwerk (DSW) zusammengeschlossenen 58 Studentenwerke in Deutschland bekräftigen ihre Forderung nach einem gemeinsamen Bund-Länder-Hochschulsozialpakt für die soziale Infrastruktur des Studiums, analog zu den Hochschulpakten für zusätzliche Studienplätze. Rund 2,25 Milliarden Euro sind aus Sicht der Studentenwerke in den nächsten Jahren notwendig, zuvorderst für den Bau und die Sanierung von Wohnheimplätzen sowie Mensen.

Ein Bund-Länder-Hochschulsozialpakt ist die zentrale politische Forderung, auf die sich die rund 150 Delegierten aus den Studentenwerken auf ihrer Jahresversammlung am 6. und 7. Dezember 2016 in Berlin verständigten.

DSW-Präsident Prof. Dr. Dieter Timmermann erklärt: „Die deutsche Hochschul- und Wissenschaftsförderung hat einen blinden Fleck: das Soziale. Wir sind es den 2,8 Millionen Studierenden schuldig, dass sie neben einem Studienplatz auch eine bezahlbare Unterkunft finden. Die Wahl des Studienorts darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen!“

Für zusätzliche, preisgünstige Wohnheimplätze fordern die Studentenwerke einen staatlichen Investitionszuschuss von 800 Millionen Euro. Weitere 650 Millionen seien für die Sanierung bestehender Wohnheime an staatlicher Unterstützung notwendig.

Für den Ausbau und die Sanierung ihrer Mensakapazitäten veranschlagen die Studentenwerke rund 800 Millionen Euro in den kommenden vier Jahren.

07.12.2016