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Wohnbaupolitik

So geht studentisches Wohnen

192.000 Studierende leben bundesweit im Wohnheim ihres Studenten- oder Studierendenwerks. Deren rund 1.700 Wohnheime sind mit einer durchschnittlichen Monats-Warmmiete von 241 Euro unschlagbar günstig, modern  und außergewöhnlich, wie die Titelgeschichte im neuen DSW-Journal 3/2017 des Deutschen Studentenwerks (DSW) zeigt.

Der Verband der 58 Studenten- und Studierendenwerke lädt die Leserinnen und Leser seines hochschulpolitischen Magazins ein auf eine Rundreise in sieben Hochschulstäte. Am Beispiel unter anderem der Wohnheime des Hochschul-Sozialwerks Wuppertal, des Studierendenwerks Thüringen, des Studentenwerks Gießen, der Studierendenwerke Mainz und Berlin wird gezeigt, warum sich Studierende fürs Wohnheim entscheiden, warum sie gerne dort leben – und welche großen Gestaltungsmöglichkeiten sie haben.

In der Wohnanlage „Siegmunds Hof“ des Studierendenwerks Berlin können die studentischen Bewohnerinnen und Bewohner Musik- und Fitnessräume nutzen oder selber gärtnern. Beim Studierendenwerk Mainz kümmern sich studentische Wohnheimtutor/-innen um Neuankömmlinge.

Auch die architektonische Qualität der Wohnheime wird geschildert, etwa am Beispiel der mehrfach ausgezeichneten Passivhäuser des Hochschul-Sozialwerks Wuppertal, oder am Beispiel einer ehemaligen Gewehrkammer in Weimar, die das Studierendenwerk Thüringen zu einem Wohnheim umgebaut hat.

Wie die Reportage von Simone Hübener zeigt, wissen auch die Hochschulen und Städte die Wohnheime der Studentenwerke zu schätzen: Weil die Wohnheime sich durch ihre „kompakte Bauweise“ auszeichnen, so Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Bündnis 90/Die Grünen), würden die städtischen Wohnungsmärke entlastet.

Und Prof. Dr. Hans-Jochen Schiewer, der Rektor der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, lobt: „Die Wohnheime des Studierendenwerks [Freiburg] haben aufgrund ihrer Nähe zur Hochschule und ihrem niedrigen Preisniveau einen sehr positiven Einfluss auf die Attraktivität der Hochschule, gerade in einer so beliebten und gefragten Studienstadt wie Freiburg.“

Weitere Themen im DSW-Journal 3/2017:

  • „Ich bin Fan klaren Denkens“: Porträt von Peter-André Alt, dem Präsidenten der Freien Universität Berlin
  • „Wir werden Studiengebühren in Ruhe durchdenken“: Isabel Pfeiffer-Poensgen, die neue Wissenschaftsministerin von Nordrhein-Westfalen, im Interview
  • Geld-Fragen in der Mensa: Der „Tag der Studienfinanzierung“ des Studierendenwerks Hamburg
  • Südkorea ist kein Vorbild für Deutschland: Julian Nida-Rümelin verteidigt sein Konzept der Überakademisierung
  • Eine schwierige Gemengelage: Welche Chancen hat die DSW-Forderung nach einem Hochschulsozialpakt auf Bundesebene?
  • Viele Tafeln im Freien und 1.500 Portionen Kesselgulasch: Wie das Studentenwerk Hannover Alt und Jung zusammenbringt
  • Meine Agenda 2021: DSW-Präsident Dieter Timmermann nennt die wichtigsten hochschulpolitischen Herausforderungen
09.10.2017