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Hochschulgastronomie

Hochschulsozialpakt zur sozialen Infrastruktur rund ums Studium: Forderungen zum Bereich Hochschulgastronomie

Für den Bereich der Hochschulgastronomie fordert die Mitgliederversammlung des Deutschen Studentenwerks für die kommenden vier Jahre daher Zuschüsse von rd. 1 Mrd. Euro, um die bestehenden hochschulgastronomischen Einrichtungen der Studentenwerke für die stark gestiegenen Studierendenzahlen auszubauen bzw. den Bestand zu erhalten.

Begründung:

Seit 10 Jahren steigen die Studierendenzahlen an allen Hochschulstandorten in Deutschland.

Die Verantwortlichen in den Mensen und Cafeterien reagieren auf diese Anforderungen mit verlängerten Öffnungszeiten und etablieren Mehrschichtsysteme, um eine größere Flexibilität in der Versorgung der Studierenden und der Arbeits- bzw. Aufgabenverteilung in ihren Betrieben zu erreichen. Die Studentenwerke erfüllen den gesetzlichen Versorgungsauftrag flächendeckend, dazu betreiben sie auch Einrichtungen an Hochschulstandorten mit geringer Studierendenzahl.

Neben den gestiegenen Studierendenzahlen machen die - sich aus der Studienstrukturreform ergebenden - neuen zeitlichen und organisatorischen Anforderungen und ebenso die rechtlichen, technischen und organisatorischen Vorgaben für die Essensproduktion, Investitionen in die Substanz und den Ausbau der hochschulgastronomischen Einrichtungen erforderlich.

Dieser Ausweitung sind aufgrund der baulichen und ausstattungstechnischen Gegebenheiten starke Grenzen gesetzt. Um den bestehenden Standard, Studierende hochschulnah ein vielfältiges, gesundes, nachhaltiges und schmackhaftes Speisenangebot zu sozial verträglichen Preisen zur Verfügung zu stellen, beibehalten zu können und den steigenden Bedürfnissen nach frisch verarbeiteten Lebensmitteln und der Bereitstellung von Informationen über den Ursprung der Lebensmittel zu genügen, sind umfangreiche Investitionen notwendig.

Für die Jahre 2018 – 2021 beziffern die Studentenwerke ihren Bedarf nach Finanzmitteln mit

2018 – 250 Mio. €

2019 – 240 Mio. €

2020 – 310 Mio. €

2021 – 200 Mio. €

um die wichtigsten Ausbau- und Sanierungsmaßnahmen durchzuführen.

Dabei teilen sich die Gesamtmittel auf 400 Mio. € für die Ausbau- und 450 Mio. € für Sanierungsmaßnahmen der Mensen. Für die Cafeterien sind 80 Mio. € für den Ausbau und 70 Mio. € für die Sanierung veranschlagt.

Die Mittel sollen für die Ertüchtigung von Kältetechnik und Lüftung, den dringend nötigen Austausch von energieintensiven Geräten sowie die Erweiterung der Räume und Bestuhlung eingesetzt werden um zukünftig und langfristig die gastronomischen Einrichtungen als Versorgungs-, Kommunikations- und Lernorte für Studierende zu erhalten.

06.12.2017