DruckversionPDF version
Internationales

Für offene Hochschulen in Europa: Treffen der französischen und deutschen Studentenwerke in Berlin

Berlin, 21. August 2017. Wie kann die Offenheit von Hochschulen und Studentenwerken in Zeiten terroristischer Bedrohungen und politisch motivierter wissenschaftsfeindlicher Bestrebungen erhalten werden? Wieviel Sicherheit braucht das Hochschulleben in Zeiten des Terrors? Diese Fragen sind Thema des 39. Deutsch-Französischen Kolloquiums, welches das Deutsche Studentenwerk (DSW) vom 21. bis zum 25. August beim Studierendenwerk Berlin veranstaltet, mit Expertinnen und Experten aus 15 Ländern.

Ausgerichtet wird das 39. Deutsch-Französische-Kolloquium vom DSW in enger Kooperation mit seinem französischen Partnerverband, dem Centre national des œuvres universitaires et scolaires (CNOUS), Gastgeber ist das Studierendenwerk Berlin.

Rund 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Politik, Hochschulen und Studentenwerken aus 15 Ländern nehmen an dem alle zwei Jahre stattfinden Treffen teil. Konferenzsprachen sind Deutsch, Französisch und Englisch.

Ziel der Veranstalter ist es, Zukunftsperspektiven für das europäische Modell offener Hochschulen  und  der Wissenschaftsfreiheit in politisch restriktiven Zeiten zu entwickeln – siehe etwa USA, Türkei, Brexit. Ebenso aufgezeigt werden Präventionsmaßnahmen gegen Radikalisierungstendenzen und Konflikte auf dem Campus.

Eröffnet wird das Kolloquium unter anderem von Björn Böhning, Chef der Senatskanzlei Berlin und Staatssekretär für Medien, Prof. Dr. Christian Thomsen, Präsident der Technischen Universität Berlin und Petra Mai-Hartung, Geschäftsführerin des Studierendenwerks Berlin.

Prof. Dr. Elmar Heinemann, Mitglied im Vorstand des Deutschen Studentenwerks und Rektor der Hochschule Schmalkalden, streicht die politische Dimension der Tagung heraus: „Offene Hochschulen und offene Studentenwerke, die Freiheit von Lehre und Forschung, das sind gesellschaftliche Errungenschaften. Wir müssen diese Errungenschaften gemeinsam mit den Hochschulen verteidigen, und nicht nur gegen den Terror.  Die Freiheit von Forschung und Lehre wird auch von populistischen und nationalistischen Bewegungen in unseren Ländern bedroht“, so Heinemann weiter.

Darüber hinaus werden auf dem Deutsch-Französischen Kolloquium die immer heterogener werdende Studierendenschaft diskutiert, das Projekt eines Europäischen Studierendenausweises vorgestellt sowie  innovative Projekte der Studentenwerke und der französischen Studentenwerke (CROUS) präsentiert, etwa Wohnheime in Passivbauweise oder die Anpassungen des Mensaangebots an die sich verändernden Ernährungsgewohnheiten der Studierenden.

Die Medien sind herzlich eingeladen. Interviews und Expert/innen-Statements können vor Ort gerne vermittelt werden

21.08.2017