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Neues aus den Studentenwerken

Studentenwerke und Opposition fordern mehr Geld

Dr. Ursula Wurzer-Faßnacht, Geschäftsführerin des Studentenwerks München (rechts), mit Isabell Zacharias, hochschulpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion bei einem gemeinsamen Termin in München. Foto: SiT In den letzten zehn Jahren ist die Zahl der Studierenden stark angestiegen und der Wille zu einer kontinuierlichen Steigerung und stärkeren Internationalisierung der Hochschullandschaft ist von Regierungsseite weiterhin gegeben. Generell begrüßen die Studentenwerke Bayerns, welche im Hochschulsystem für die soziale Infrastruktur zuständig sind, diese Entwicklung.

Aber die Zahl der Studierenden ist in Bayern zwischen 2006 und 2016 um 45,6 % auf über 370.000 Studierende angestiegen. Alleine in München stieg die Zahl der Studierenden in dieser Zeit von rund 91.000 auf über 127.000. Die Haushaltsansätze für die sechs bayerischen Studentenwerke sind in dieser Zeit nahezu unverändert geblieben, obwohl mittlerweile wesentlich mehr Studierende zu betreuen sind.

Zuschuss soll um 10 Millionen erhöht werden

Der Zuschuss pro Studierendem ist demzufolge in den Jahren 2010 bis 2017 von rund 25 Euro auf rund 21 Euro pro Jahr gesunken. Das Studentenwerk München erhielt im Jahr 2017 für seine Mensen und Cafeterien pro Studierendem pro Jahr 20,40 Euro und pro Essen etwa 0,76 Euro Zuschuss. Dieses Missverhältnis gilt es zu korrigieren. Daher forderte die Geschäftsführerin des Studentenwerks München eine Aufstockung der Haushaltstitel der sechs Bayerischen Studentenwerke um 10 Millionen Euro.

Diese Forderung unterstützte die Landtagsfraktion der Bayerischen SPD mit einem Antrag für den Nachtragshaushalt 2018, der aber leider von der Regierung abgelehnt wurde. Die SPD-Abgeordnete Zacharias bleibt aber dabei, dass die Studentenwerke ausreichend gefördert werden müssen, um die soziale Infrastruktur und damit mehr Chancengerechtigkeit in der Hochschullandschaft zu schaffen bzw. zu erhalten.
 
Mehr Geld für Wohnheimbau, Mensaessen und Beratung

Es müssten dringend noch mehr neue Wohnheime gebaut, die Mensaessen stärker bezuschusst und die Beratungsleistungen der Studentenwerke finanziert werden. Die Beratungsdienste der Studentenwerke werden kostenlos angeboten und bislang überhaupt nicht vom Freistaat Bayern bezuschusst. Und dies obwohl der Bedarf in diesen Bereichen durch den Anstieg der Studierendenzahlen und einer damit einhergehenden Ausdifferenzierung (internationale Studierende, jüngere Studierende, ältere Studierende) in den letzten Jahren stark ansteigt.

10.07.2018