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BAföG

BAföG-IT endlich ins digitale Zeitalter führen

Die Studentenwerke in Deutschland fordern eine bundesweit einheitliche BAföG-IT, sowohl was die Online-Antragstellung als auch die Bearbeitung der Anträge in ihren BAföG-Ämtern anbelangt. Sie appellieren an die Bundesregierung, gemeinsam mit den Ländern die Digitalisierung des BAföG zum Nutzen von Studierenden und BAföG-Ämtern zu vereinheitlichen und die föderalen Insel-Lösungen der Länder zu einer einzigen zusammenzuführen.

„Das BAföG ist ein Bundesgesetz. Auch wenn dessen Vollzug weiterhin Sache der Länder ist, muss der Bund nun handeln und für eine bundesweit einheitliche und vor allem funktionierende BAföG-IT sorgen“, fordert Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks (DSW), im welchem Verband die 58 Studentenwerke organisiert sind.

Der Stand der elektronischen bzw. Online-Antragstellung des BAföG ist derzeit in den 16 Bundesländern unterschiedlich gelöst. „Das Ziel sind medienbruchfreie Prozesse, vom eAntrag bis zur eAkte, die dann digital zwischen den BAföG-Ämtern ausgetauscht werden kann. Das ist bis heute nicht realisiert in allen Bundesländern“, kritisiert Meyer auf der Heyde.

Probleme haben die BAföG-Ämter der Studentenwerke in neun Bundesländern auch mit der Software, die ihnen die Länder dort vorgeben: „BAföG21“ ist stark fehlerbehaftet, erzeugt Mehrarbeit und belastet die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Studentenwerke stark. „Das geht schon viele Jahre so. Das ist ein unzumutbarer Zustand, sowohl für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BAföG-Ämter als letztlich auch für die Studierenden, die zügig ihr BAföG bekommen sollen“, so Meyer auf der Heyde.

„Der Bund muss aktiv werden und die BAföG-IT endlich wirklich ins digitale Zeitalter führen“, fordert er.

07.12.2016