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Internationalisierung

Ausländische Studierende stark auf Studentenwerke angewiesen

Ausländische Studierende sind in hohem Maße auf die Leistungen der Studenten- und Studierendenwerke angewiesen: Sie wohnen häufiger im Wohnheim, essen häufiger in der Mensa als ihre deutschen Kommilitoninnen und Kommilitonen, und sie fragen die Sozialberatung stark nach. Darauf macht das Deutsche Studentenwerk (DSW) aufmerksam, der Verband der Studenten- und Studierendenwerke.

Am 26.6.2018 wurde der Bericht „Ausländische Studierende in Deutschland 2016“ veröffentlicht, der auf den Daten der 21. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks basiert. Der Bericht schildert die soziale und wirtschaftliche Lage der ausländischen Studierenden.

Demnach nutzen 79% der ausländischen Studierenden im Durchschnitt 4,8mal in der Woche die Mensa des Studenten- oder Studierendenwerks. Zum Vergleich: 73% der deutschen Studierenden gehen 2,8mal in der Woche in die Mensa. 35% der ausländischen Studierenden leben im Wohnheim; sie fragen außerdem die Sozialberatung der Studenten- und Studierendenwerke stark nach, vor allem zu Fragen der Studienfinanzierung, des Jobbens und des Aufenthaltsrechts.

DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde erklärt: „Die Attraktivität Deutschlands als Studienland für ausländische Studierende hängt auch stark von den Leistungen der Studenten- und Studierendenwerke ab. Das zeigt der neue Bericht ganz klar. Diese soziale Infrastruktur müssen Bund und Länder gemeinsam stärken; wir brauchen mehr Mittel für bezahlbaren Wohnraum, die Sanierung von Mensen und zusätzliche Beraterinnen und Berater.“

Ausländische Studierende haben im Bundesdurchschnitt 776 Euro im Monat zur Verfügung; das sind 142 Euro weniger, als die 918 Euro, über die die deutschen Studierenden monatlich verfügen. Gut die Hälfte der ausländischen Studierenden jobben neben dem Studium; ihre wichtigsten Einnahmequellen sind der Nebenjob und die Unterstützung durch ihre Eltern.

Hintergrund:

Für den Bericht „Ausländische Studierende in Deutschland 2016“ wurden im Sommer mehr als 4.000 ausländische Studierende online zu ihrer sozialen und wirtschaftlichen Lage befragt. An Deutschlands Hochschulen studieren rund 252.000 sogenannte bildungsausländische Studierende; das sind Menschen aus dem Ausland mit dort erworbener Hochschulzugangsberechtigung.

26.06.2018