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Hochschulpolitik

Acht DSW-Fragen an die fünf Parteien im aktuellen Bundestag - Frage 6

CDU/CSU:

Deutschland ist ein Magnet für internationale Studierende. Allerdings spricht ein knappes Drittel von Ihnen zunächst kein Deutsch. Ein wichtiges Instrument zur Unterstützung der ausländischen Studierenden und der Geflüchteten sind daher eine strukturierte Studieneingangsphase mit einem Schwerpunkt auf sprachlichen und fachlichen Vorbereitungskursen. Zur Integration studierfähiger Flüchtlinge nimmt der Bund bis Ende 2019 100 Mio. Euro in die Hand. Vor allem das DAAD-Programm INTEGRA hat sich bewährt: derzeit nehmen mehr als 170 Hochschulen und Studienkollegs an diesem Programm teil und machen Flüchtlinge durch Beratung, Sprachkurse und fachliche Propädeutika fit für ein Studium. Neben der sprachlichen und fachlichen Unterstützung sprechen wir uns dafür aus, auch die soziale Vernetzung aller international Studierenden zu fördern. Ergänzend sollten Beratungs- und Betreuungsangebote der Hochschulen hinzukommen, um frühzeitig bei Problemlagen helfen zu können.

 

SPD:

Wir wollen die sozialen Infrastrukturen an den Hochschulen stärken - unabhängig davon, woher jemand kommt und warum er oder sie in Deutschland studiert. Vom Ausbau der Beratungsangebote oder einem Sanierungs- und Neubauprogramm für studentisches Wohnen müssen alle profitieren.

 

Bündnis 90/ Die Grünen:

Ausländische Studierende profitieren wie alle anderen Studierenden in Deutschland von einem verstetigten und erhöhten Hochschulpakt und von einer Infrastrukturinitiative. Dann können sowohl Wohnheime gebaut als auch Tutorien und Mentoring-Angebote ausgeweitet werden. Für uns steht bei der Internationalisierung nicht die Abwerbung, sondern der Austausch im Mittelpunkt. Wir wollen „Brain Circulation“ für Kooperationen und Völkerverständigung.

 

Die Linke:

DIE LINKE unterstützt den Beschluss des Deutschen Studentenwerkes für den Neubau von 100.000 zusätzlichen Wohnheimplätzen für Studierende. Der Bund sollte 40 Prozent der anfallenden Kosten hierfür übernehmen.

Gleichzeitig setzt sich DIE LINKE für eine bessere Grundfinanzierung der Hochschulen ein, die eine erhebliche Aufstockung des vorhandenen Personals ermöglichen werden. Dies ermöglicht zum ersten eine bessere Betreuung aller Studierenden durch zusätzliches Lehrpersonal und damit ebenso ein stärkeres Eingehen auf die Bedürfnisse ausländischer Studierender im Studium. Gleichzeitig sollen mit diesen zusätzlichen Ressourcen zusätzliche Stellen in der Verwaltung geschaffen werden, die zur verbesserten Betreuung von ausländischen Studierenden außerhalb ihres Studiums, z.B. bei der Wohnungssuche und bei Behördengängen, unterstützen können.

27.06.2017

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