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Hochschulpolitik

Acht DSW-Fragen an die fünf Parteien im aktuellen Bundestag - Frage 1

CDU/CSU:

In der nächsten Legislaturperiode werden CDU und CSU die Qualität der Lehre und Ausbildung an den Hochschulen verstärkt in den Blick nehmen und substanziell verbessern. Dabei ist eine nachhaltige Qualitätssicherung der Lehre für die Hochschulen als (Aus)Bildungsstätten zukunftsentscheidend. Nur so kann beispielsweise die hohe Zahl der Studienabbrüche vor allem in den technischen Fächern dauerhaft reduziert werden. Außerdem wollen wir die digitale Bildung an den Hochschulen stärker fördern, das heißt das Lernen mit digitalen Medien muss ein zentraler Bestandteil der Hochschullehre werden. Ziel ist es, dass die Studiengänge aller Fachrichtungen umfangreiche digitale Kompetenzen vermitteln. Des Weiteren werden wir das BAföG bedarfsgerecht anpassen und noch familienfreundlicher gestalten. Auch die Begabtenförderung werden wir weiter ausbauen.

Darüber hinaus entscheiden sich immer mehr Studierende für ein berufsorientiertes Studium an unseren Fachhochschulen. Sie profitieren von einer anwendungsorientierten Forschung und der engen, oft regional verankerten Zusammenarbeit mit der Wirtschaft. Dieses Erfolgsmodell werden wir genauso ausbauen wie das Duale Studium, das durch die studienbegleitende Ausbildung in einem Unternehmen und eine hohe Berufsbefähigung für viele Absolventen besonders attraktiv ist.

In der nächsten Legislaturperiode werden CDU und CSU die Qualität der Lehre und Ausbildung an den Hochschulen verstärkt in den Blick nehmen und substanziell verbessern. Dabei ist eine nachhaltige Qualitätssicherung der Lehre für die Hochschulen als (Aus)Bildungsstätten zukunftsentscheidend. Nur so kann beispielsweise die hohe Zahl der Studienabbrüche vor allem in den technischen Fächern dauerhaft reduziert werden. Außerdem wollen wir die digitale Bildung an den Hochschulen stärker fördern, das heißt das Lernen mit digitalen Medien muss ein zentraler Bestandteil der Hochschullehre werden. Ziel ist es, dass die Studiengänge aller Fachrichtungen umfangreiche digitale Kompetenzen vermitteln. Des Weiteren werden wir das BAföG bedarfsgerecht anpassen und noch familienfreundlicher gestalten. Auch die Begabtenförderung werden wir weiter ausbauen.

Darüber hinaus entscheiden sich immer mehr Studierende für ein berufsorientiertes Studium an unseren Fachhochschulen. Sie profitieren von einer anwendungsorientierten Forschung und der engen, oft regional verankerten Zusammenarbeit mit der Wirtschaft. Dieses Erfolgsmodell werden wir genauso ausbauen wie das Duale Studium, das durch die studienbegleitende Ausbildung in einem Unternehmen und eine hohe Berufsbefähigung für viele Absolventen besonders attraktiv ist.

 

SPD:

Wir wollen, dass Deutschland bei Bildung und Ausbildung wieder zu den Stärksten gehört. Dazu braucht es gleiche Bildungschancen für alle, damit Menschen nach ihrer Leistung und ihrem Engagement und nicht nach ihrem Geschlecht, ihrer sozialen Herkunft, ihrem Geburtsland oder dem Geldbeutel der Eltern beurteilt werden. Damit dies gelingt, sind starke Universitäten und Fachhochschulen unverzichtbar. Für uns sind und bleiben die Hochschulen das Herzstück unseres Wissenschaftssystems. Autonomie, Partizipation und verlässliche Finanzen sind wichtige Rahmenbedingungen für gute Hochschulen - Hochschulen, die Verantwortung übernehmen und offen für gesellschaftliche Entwicklungen sind. Für das kommende Jahrzehnt liegen entscheidende Weichenstellungen für die Zukunft des Wissenschaftssystems vor uns - institutionell, finanziell und sozial. Gute Lehre und Spitzenforschung sowie die neuen Aufgaben in der Weiterbildung, dem Transfer oder beim gesellschaftlichen Dialog setzen eine bessere Grundfinanzierung der Hochschulen voraus. Hier werden wir eindeutig einen Schwerpunkt setzen.

 

Bündnis 90/ Die Grünen:

Eine auskömmliche und nachhaltige Finanzierung guter Studienbedingungen ist unser vorrangiges Ziel. Das BAföG muss wieder zum Leben reichen. Mittelfristig wollen wir das BAföG zu einem Modell aus zwei Säulen ausbauen – bestehend aus einem Studierendenzuschuss für alle und einem Bedarfszuschuss für Studierende aus ärmeren Elternhäusern. Außerdem müssen Bund und Länder den Infrastrukturen des Wissens einen Investitionsschub von 10 Mrd. € bis 2020 geben.

 

Die Linke:

DIE LINKE verfolgt mit ihrer Hochschulpolitik das Ziel „Gute Bildung. Für Alle“. Der Zugang zu Bildung sowie der Bildungserfolg ist in Deutschland immer noch sehr stark von der sozialen Herkunft abhängig. Wessen Eltern arm sind und über keinen Studienabschluss verfügen, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit auch weiterhin keine Hochschule besuchen. Denn bereits nach der Grundschule werden über das mehrgliedrige Schulsystem die Weichen hierfür gestellt. Dagegen helfen weder die bisherigen Regelungen zum Hochschulzugang für Menschen mit beruflicher Ausbildung noch die Abschaffung der Hauptschule in einigenBundesländern.

Ein wichtiger Grund für diese Abhängigkeit ist eine unzureichende Bildungsfinanzierung, die auf der einen Seite nicht ausreichend Angebote schafft und alle Bildungsteilnehmer*innen einbezieht. Auf der anderen Seite sind junge Erwachsene aus armen Elternhäusern auf Unterstützung von Dritten, zumeist ihrer Eltern angewiesen, oder müssen trotz eines Vollzeitstudiums nebenher arbeiten. Hierbei ist ebenso der Staat gefragt, der eine Teilnahme von jungen Menschen an Bildungsangeboten durch eine nicht bedarfsgerechte Unterstützung zum Lebensunterhalt versperrt.

Um diese Ungerechtigkeit zu beenden tritt DIE LINKE zur Bundestagswahl an. Wir fordern eine ausreichende Finanzierung des Hochschulsystems, die eine individuelle Betreuung der Studierenden ermöglicht. Gute Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten mit ausreichend Zeit für Lehre und Forschung sowie mit mehr unbefristeten Beschäftigungsverhältnissen. Zudem eine bedarfsorientierte Ausstattung der Hochschulen mit Studienplätzen, so dass Bewerber*innen nicht Jahre lang auf einen Studienplatz warten müssen. Weiterhin werden wir jede Art von Bildungsgebühren sowie andere nicht-monitäre Zulassungsbeschränkungen bekämpfen, um jede Art der sozialen Ausgrenzung beim Zugang zu einem Studium abzubauen.

Stattdessen will DIE LINKE das BAföG deutlich erhöhen, damit es wieder den Bedarf der darauf angewiesenen Studierenden abdeckt.

27.06.2017

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