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Jubiläum

Symposium: 25. Jahre Studentenwerke in Sachsen

Zwei Damen und zwei Herren schneiden einen Kuchen an.2016 jährt sich zum 25. Mal die Neugründung der vier Studentenwerke in Sachsen. Unter der Schirmherrschaft der sächsischen Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Dr. Eva-Maria Stange, fand am 12. Mai 2016 ein Symposium mit Vertretern aller vier sächsischen Studentenwerke sowie 150 Gästen aus Politik, Wirtschaft und dem Hochschulbereich statt.

Dr. Eva-Maria Stange lobe in ihrer Rede die Leistungen der sächsischen Studentenwerke: „Unsere Studentenwerke sind solidarisch finanzierte Selbsthilfeeinrichtungen und bieten den 113.000 Studierenden an 23 sächsischen Hochschulen eine leistungsfähige soziale Infrastruktur. Als enge Partner der Hochschulen tragen sie dazu bei, dass Sachsen ein attraktiver Studienstandort ist. Den 1.200 Beschäftigten in unseren Studentenwerken sowie den Mitgliedern der Selbstverwaltungsorgane möchte ich heute ganz herzlich für ihre Arbeit danken."

Staatsministerin Stange hinter einem Rednerpult mit Mikrofon.Mit dem erhöhten Landeszuschuss zum laufenden Betrieb der Studentenwerke sei eine gute Basis für die Weiterentwicklung der Leistungsangebote der Studentenwerke insbesondere bei den Beratungs- und Unterstützungsleistungen für internationale Studierende, Studierende mit Beeinträchtigung und Studierende mit Kind geschaffen worden. Auch die laufende Instandhaltung und Betreibung der Mensen und Cafeterien sei damit gesichert.

"Unsere Studentenwerke geben den Studierenden ein Stück Heimat auf Zeit, sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Vereinbarkeit von Studium und Familie. Durch ihre Willkommenskultur und Internationalität wirken sie als  Botschafter für die deutsche Hochschullandschaft hinaus in die Welt“, so die Wissenschaftsministerin weiter.

Prof. Karl Lenz, Lehrstuhlinhaber für Mikrosoziologie an der TU Dresden, beleuchtete in seinem Vortrag die Veränderungen an deutschen Hochschulen und die daraus folgenden aktuellen und zukünftigen Herausforderungen an die sächsischen Studentenwerke.

DSW-Generalsekretär Meyer auf der Heyde bei der Podiumsdiskussion mit Mikrofon.In der Podiumsdiskussion über das Erreichte und die Zukunft der sächsischen Studentenwerke sprach Moderator Stephan Schön von der Sächsischen Zeitung mit den Gästen auf dem Podium über die Bedeutung der sozialen Infrastruktur und die wesentlichen Entwicklungen im Hochschulbereich und deren Auswirkungen auf die Studentenwerke. In der Diskussion wurde deutlich, dass eine große Herausforderung der Studentenwerke darin besteht, das Erreichte zu erhalten. Denn auch bei einmal sanierten Wohnheimen, Mensen oder Cafeterien fallen in den Folgejahren erhebliche Kosten für die Instandhaltung und den Ersatz von technischen Anlagen und Infrastruktur an. Darüber hinaus erfordern die Entwicklungen im Hochschulbereich eine ständige Weiterentwicklung der Angebote von Studentenwerken insbesondere im Hinblick auf die Inklusion von Studierenden mit Beeinträchtigungen und die wachsende Internationalisierung.

Die vier Studentenwerke stellen in ihren 38 Mensen und Cafeterien eine moderne Verpflegungsinfrastruktur bereit, die die Studierenden mit gesundem und preiswertem Essen versorgt. Zusammen stellen die vier Studentenwerke in ihren Studentenwohnheimen rund 16.000 Wohnplätze für Studierende zur Verfügung – zu sozialen Mieten von durchschnittlich 210 Euro pro Platz und Monat inkl. Nebenkosten und Möblierung. Vor allem für BAföG-Empfänger (ca. 20% in Sachsen) und ausländische Studierende (ca. 14% in Sachsen) kann damit eine flexible, hochschulnahe Unterbringung, verbunden mit vielfältigen Angeboten zur sozialen Integration und Betreuung, gewährleistet werden.

Teilnehmer der Podiumsdiskussion

  • Dr. Eva-Maria Stange, Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst
  • Aline Fiedler, Sprecherin für Wissenschaft, Kultur und Medien der CDU-Fraktion im Sächsischen Landtag
  • Sven Krüger, Oberbürgermeister der Stadt Freiberg
  • Holger Mann, Sprecher für Hochschule und Wissenschaft der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag
  • Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks (DSW), Dachverband der deutschen Studentenwerke
  • Prof. Hans Müller-Steinhagen, Vorsitzender der Landesrektorenkonferenz Sachsen und Rektor der TU Dresden
  • Dr. Matthias Reuschel, Vertreter der Wirtschaft und Vorsitzender des Hochschulrates der HTWK Leipzig
  • Marcel Wodniock, langjähriges Mitglied im StudentInnenrat der Universität Leipzig
  • Stephan Schön, Ressortleiter Wissenschaft und Hochschule der Sächsischen Zeitung
12.05.2016