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Krise Europas

„Die Generation Erasmus müsste aufstehen“

Brexit, Krise der Europäischen Union, aber auch Austausch- und Mobilitätsprogramme: Welche Haltung haben Europas Studierende zu Europa? Haben sie eine eigene Vision? Die Ausgabe 4/2016 des DSW-Journals des Deutschen Studentenwerks (DSW) stellt Studierende aus Großbritannien und Griechenland vor, die sich für die europäische Idee politisch engagieren.

Man habe mit Großbritannien und Griechenland zwei exemplarische Krisenländer ausgewählt, schreibt DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde im Editorial des Magazins: Großbritannien wegen des Brexits, Griechenland wegen seiner wirtschaftlichen Dauerkrise.

Autor Jan-Martin Wiarda traf in London zwei Studenten der „Young Fabians“, der Nachwuchsorganisation der traditionsreichen „Fabian Society“. Martin Edobor u nd Omid Miri hat der Schock des Brexits politisiert. Die beiden bauen einen eigenen politischen „Think Tank“ auf.

In Athen verkörpern Eirini Margetousaki und ihr Kommilitone Kostas Zivas in ihrer Haltung zu Europa zwei Gegensätze: Sie fühlt sich stark als Europäerin – Zivas jedoch sagt: „Der emotionale Wert von Europa ist für mich gleich null.“

Ulrich Grothus, stellvertretender Generalsekretär des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) hofft auf einen politischen Impuls der europäischen Studierenden. Im Interview sagt er: „Die ‚Generation Erasmus‘ müsste aufstehen, über ihre vielen grenzüberschreitenden Kontakte und Freundschaften Zusammenhalt und europäische Öffentlichkeit herstellen und für ein besseres Europa streiten.“

Das sieht auch Jenovan Krishnan so, Bundesvorsitzender des Rings Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS). Ihn hat das DSW-Journal ebenso wie die weiteren politischen Studierenden-Organisationen in Deutschland nach ihrer Meinung zu Europa befragt. Krishnan sagt: „Wir Jungen sind wie selbstverständlich mit den Freiheiten der EU aufgewachsen, weil wir nie für sie kämpfen mussten. Es ist Zeit, dass wir […] zum ersten Mal entschieden für sie eintreten.“

Weitere Themen im DSW-Journal 4/2016:

  • „Studiengebühren sind keine Alternative“: Die grüne Wissenschaftsministerin von Niedersachsen, Gabriele Heinen-Kljajic, im Interview
  • Nicht ohne den Bund! Wie Hubertus Heil von der SPD die Wissenschafts- und Hochschulfinanzierung nach 2020 sieht
  • Die WG der Optimisten: In einem Sozialprojekt der Stadt und des Studierendenwerks Freiburg leben Geflüchtete  und Studierende unter einem Dach
  • Was wollen Sie? Doppel-Interview mit den HRK-Sprechern Ulrich Radtke, für die Universitäten, und Karim Khakzar für die FHs
  • Die erste Frau im Amt: Babette Simon, die Chefin des Mainzer Universitätsklinikums, im Porträt
  • Was kommt nach den Pakten und Programmen? Die Bildungsexpert/innen der Bundestagsfraktionen antworten
  • Mensa auf Französisch: Was die zwei Koch-Azubis Michelle Kretzschmar und Cora Hübner vom Studentenwerk Dresden in Paris erlebten
  • Spielen, Doktor werden: Das Team von der Campus-Krippe des Studentenwerks Schleswig-Holstein
05.12.2016